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Offener Brief: Naidoo-Auftritt auf dem Rosenheimer Sommerfestival

Wir und über 20 weitere Organisationen/ Gruppen/ Gewerkschaften /Parteien/ Einzelhändler/ Bands aus dem Bündnis – Kein Hass auf Rosenheims Bühnen haben heute (11.05.17) wieder einen Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer geschickt und fordert darin, den Hassmusikern Söhne Mannheims keine Bühne zu bieten, gerade wenn die Stadt und deren Verwaltung ihre Glaubwürdigkeit in Bezug auf demokratische Grundrechte wahren wollen.

Rosenheim, 11.05.17

Offener Brief: Naidoo-Auftritt auf dem Rosenheimer Sommerfestival

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

morgen werden Sie auf dem Fest der Demokratie die Eröffnungsrede halten. Wir möchten Sie jedoch nicht an Ihren Worten, sondern an Ihren Taten messen. Auf einem Fest zu sprechen, das für Vielfalt und Toleranz steht, steht im klaren Gegensatz zum Festhalten am Auftritt der Söhne Mannheims auf dem Rosenheimer Sommerfestival. Diese stehen für eine antidemokratische Haltung und rufen zur Gewalt auf. Der Frontsänger Xavier Naidoo stellte so bereits 2005 in seinem Song „Abgrund“ klar: „Und jetzt scheiß‘ ich auf eure Demokratie (…).“

An dieser Haltung hat sich offensichtlich bis heute nichts geändert. In dem vor kurzem erschienenen neuen Album „MannHeim“ der Söhne Mannheims wird diese Weltanschauung wieder allzu deutlich. Verschiedene Medien berichten kritisch über deren Texte, und auch Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim distanzierte sich bei dieser Gelegenheit erneut von ihren selbsternannten Söhnen. Grund dafür sind die mit dem Album verbreiteten Inhalte, religiös inspirierte Anschauungen, antisemitische Anklänge und der Reichsbürgerbewegung entlehnte Sichtweisen, eine Mischung, die bereits aus früheren Alben der „Söhne Mannheims“ bekannt ist.

Im neuen Album wird mit dem Text des Liedes „Der Deutsche Michel“ die in neurechten Gruppierungen neuerdings beliebte Medienhetze – Stichwort „Lügenpresse“- aufgegriffen und mit Textzeilen wie „Du glaubst doch nicht wirklich, dass unsere Nachrichten nicht nachgerichtet sind?“ eine Zensur suggeriert. Darauf folgend wird die Frage nach der Herkunft der Nachrichten gestellt, um sie dann sogleich selbst zu beantworten: Es handelt sich um einen „vermoosten Schoß“, der einen zwar „in Sicherheit wiegt“, das dazugehörige Gesicht, eine namenlose Macht repräsentierend, ist jedoch eine „Fratze“, auf deren „Altar“ man liegt und „geopfert“ wird. Gleichzeitig wird, wie schon in früheren Texten Naidoos, neben dem Staat das Bankenwesen angeprangert, was bekanntermaßen eine Allegorie auf das eindeutig antisemitisch konnotierte „Weltjudentum“ ist. So heißt es konkret: „Der Michel gestresst von den Ämtern | Im Sessel per Geldtransfer wird er erpresst von den Bänkern“. Dieselben Bänker sind es dann, von denen angeblich bekannt ist, dass sie „mit Giften Kinderherzen“ tränken.

Auch in dem Lied „Marionetten“, das die Band bereits jetzt, kurz nach Veröffentlichung, nicht mehr öffentlich spielt, wird offen zur Gewalt aufgerufen; wie auch schon in dem Hidden Track „Wo sind sie jetzt“ welcher 2012 von Xavier Naidoo in Zusammenarbeit mit Kool Savas auf dem gemeinsamen Album „Gespaltene Persönlichkeit“ veröffentlicht wurde. Wie in anderen Texten von Xavier Naidoo werden auch hier Politiker*innen angesprochen, die als Marionetten, als „Volks-in-die-Fresse-Treter“ bezeichnet werden, die ihr Volk verraten. Sind sie nicht einsichtig, „sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür“, dass sie es werden. Und ganz persönlich droht einer der Söhne: „Und wenn ich nur einen in die Finger bekomme | Dann zerreiss‘ ich ihn in Fetzen | Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen“. Nur schwer lässt sich in diesen Zeilen ein „Aufruf zum Dialog“ erkennen, wie es Sänger Rolf Stahlhofen1 verstanden wissen will. Neben diesem Gewaltaufruf wird nicht nur das antisemitische Bild des Fäden ziehenden Puppenspielers, der die Marionetten im Hintergrund lenkt dargestellt, sondern auch die rechtspopulistischen Vorstellungen einer „Lügenpresse“ bedient2. Mit dem „wütenden Bauer mit der Forke“ wird darüber hinaus eindeutig Bezug auf die Pegida Frontfrau Tatjana Festerling genommen, die bei einer Rede am 11. Januar 2016 dazu aufforderte „die volksverhetzenden Eliten mit Mistgabeln aus den Parlamenten, den Gerichten, den Kirchen und den Pressehäusern zu prügeln.“3 Zum Ende des Liedes nehmen die Söhne Mannheims auch noch Bezug auf die schon längst widerlegte Pizzagate Verschwörungstheorie, die Hillary Clinton vorwirft, zusammen mit Obama und Lady Gaga aus dem Keller einer Pizzeria einen Kinderpornoring zu leiten.

Passend zum Inhalt des neuen Albums bekamen die Söhne Mannheims dafür auch augenblicklich Applaus von Rechtspopulisten und Reichsbürgern. So veröffentlichte der rechte Verschwörungstheoretiker Oliver Janich ein Video4, in dem er sich mit der Band solidarisiert. Auch Kommentare unter den Youtube-Videos, sowie auf der Facebookseite der Söhne Mannheims lassen daran keinen Zweifel.

Mit all diesen Aussagen bestätigen die Söhne Mannheims, die bereits in unserem ersten offenen Brief5 kritisierte demokratiefeindliche Weltanschauung. Aufgerufen wird zur Gewalt gegen Menschen, bedient werden Verschwörungstheorien und rechtspopulistische Weltbilder. Eine Stadt wie Rosenheim sollte ihre Verantwortung als Gastgeberin und Veranstalterin wahrnehmen. Deshalb fordern wir Sie erneut auf, den Hassmusikern Söhne Mannheims keine Bühne zu bieten, gerade wenn die Stadt und deren Verwaltung ihre Glaubwürdigkeit in Bezug auf demokratische Grundrechte wahren wollen.

Bündnis – kein Hass auf Rosenheims Bühnen

Und über 20 weitere Organisationen/Gruppen/Gewerkschaften/Parteien/Einzelhändler/Bands: https://keinhass.rosenheim.tk/unterstuetzerinnen/

1https://www.mannheim24.de/mannheim/mannheim-nach-marionetten-skandal-soehne-mannheims-wollen-sich-oberbuergermeister-kurz-treffen-8239915.html abgerufen am 5.5.2017

2http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/marionetten-von-xavier-naidoo-soll-reichsbuerger-hymne-sein-4998067.html abgerufen am 5.5.2017

3https://de.wikipedia.org/wiki/Tatjana_Festerling abgerufen am 5.5.2017

4https://www.youtube.com/watch?v=nw0AfzXcGRc abgerufen am 3.5.2017

5https://keinhass.rosenheim.tk/offener-brief/

Antimilitaristische Demo am 10.05.14 in Bad Reichenhall

Landfriedensbruch -Kein Friede mit den Reichenhaller Zuständen

Die Zustände in Bad Reichenhall sind weiterhin unerträglich. Es war offensichtlich ein Fehler kleine Zeichen, wie die Umbenennung der Reichenhaller Bundeswehrkaserne, als erste Schritte in Richtung einer demokratischen Aufarbeitung der Stadtgeschichte zu werten und 2013 auf eine antifaschistische Demonstration zu verzichten. Denn es hat sich weiter nichts geändert. Auch heute noch ist eine ekelhafte Mischung aus Geschichtsrevisionismus, Militarismus und Nationalismus prägend für den rechten „Dorffrieden“ in dem braunen Bergnest. Wie selbstverständlich führen Neonazis, ohne zivilgesellschaftlichen Protest, weiterhin SS-Gedenkfeiern durch. Immer noch prägen ein Reichsadler und ein nationalsozialistisches Landser-Gemälde das Bild der örtlichen Kaserne. Der Kameradenkreis der Gebirgstruppe, von Kritiker_innen auch als “Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern” bezeichnet, führt weiterhin jährlich eine geschichtsrevisionistische Kretafreier durch – ohne Widerspruch, aber unter Teilnahme der örtlichen Politprominenz. Weder wurde die Kreta-Brücke umbenannt, noch wurde das SS-Denkmal am Bad Reichenhaller Friedhof entfernt. Auch ein öffentliches Erinnern an die Kriegsverbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger oder an den lokalen antifaschistischen/antimilitaristischen Widerstand 5 findet bis heute nicht statt. Bad Reichenhall bettelt richtiggehend um eine erneute antifaschistische Intervention im Jahr 2014. (…)
Kurzum, wir finden die geschichtsrevisionistischen, nationalistischen und militaristischen Zustände im Berchtesgadener LAND unerträglich. Dieser FRIEDEN mit allem erdenklichen Reaktionären bedarf einer erneuten antifaschistischen Intervention. Fordern wir einen BRUCH mit der rechten Traditionspflege und dem Militarismus sowie ein aktives Vorgehen gegen Alt- und Neonazis. Lasst uns am Samstag, den 10.Mai 2014 kraftvoll und entschlossen für die Entmilitarisierung und Entnazifizierung Bad Reichenhalls auf die Straße gehen. Zeigen wir, dass wir diesen Müll nicht weiter tolerieren werden. Bad Reichenhall soll die Demonstration als eine „letzte Warnung“ betrachten: Denn mögliche antifaschistische Aktions- und Interventionsformen beschränken sich ja nicht auf eine jährliche Demonstration.
Die Demo beginnt um 13:30 Uhr an der „Kreta-Brücke“ in Bad Reichenhall. Weitere Infos gibt es unter: http://badreichenhall.tk/

Samstag, 19.04.2014 Traunstein: Ostermarsch 2014 in Traunstein

Am Samstag, 19.04.2014 ist in Traunstein der Ostermarsch 2014 unter dem Motto „100 Jahre Erster Weltkrieg – 75 Jahre Zweiter Weltkrieg – 15 Jahre Kriegseinsätze der Bundeswehr“. Der Friedensmarsch beginnt um 11 Uhr am Stadtplatz mit einer Begrüßung durch Hans Eckel (Stadtrat Laufen, Die Linke); 11.15 Uh, Tanzperformance ,one billion rising“; 11.20 Uhr, Demozug durch Traunstein; 11.45 Uhr, Friedensgebet Kirche St Katharinen Stadtpark; 11.15 Uhr, zurück am Stadtplatz; Tanzperformance; Rednerin: Carmen Hollenbach (Netzwerk Bedingungsloses Grundeinkommen) „Zu Lage in der Ukraine“; 11.30 Uhr, Informationsveranstaltung im Hofbräustüberl, Redner Hans Gandler, (DGB-Kreisvorsitzender) „Soziale Gerechtigkeit schafft Frieden“; N.N. (Friedensbündnis Rosenheim) „Traditionspflege in Bad Reichenhall“
Weitere Infos gibt es auf dem Flyer:
http://www.friedenskooperative.de/gifs/om14tra.pdf

Krieg im Klassenzimmer

Diese Woche war die Bundeswehr im Inlandseinsatz an der Rosenheimer Berufsschule I. Dies konnten wir nicht unkommentiert lassen und haben vor der Schule Flugblätter verteilt. Diese Flyeraktion hat uns sogar eine Erwähnung in der Rosenheimer Wochenzeitung blick.punkt (KW 16, S.35) eingebracht
http://issuu.com/blickpunkt/docs/blro-kw16-2013?mode=window&viewMode=doublePage

Ostermarsch Traunstein

Für Frieden und Soziale Gerechtigkeit – Nie wieder Faschismus- Nie wieder Krieg
Ostermarsch 2013 – 30. März – 10.00 Uhr- Stadtplatz Traunstein

Musikalische Umrahmung: WEIHERER (Bayerischer Liedermacher)

Redner: Hans Gandler (DGB Kreisvorsitzender, Traunstein), Franz Lindlacher (DIE LINKE, Kreisverband Traunstein), N. N., (Friedensbündnis Rosenheim ) Dr. Renate Schunck (Friedensinitiative Traunstein Traunreut Trostberg) , Friedensgebet, Musik, Straßentheater …

und hier der Aufruf:
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Bundeswehr und Parteistiftungen raus aus der Volksschule Rosenheim-Aising!

Unter dem Motto „Bundeswehr und Parteistiftungen raus aus der Volksschule Rosenheim-Aising!“ wurde heutevormittag (Mi, 23.01.13) vor der Volksschule Aising ein gemeinsames Flugblatt der Roten Zora und des Rosenheimer Friedensbündnises verteilt.

Das Flugblatt „Bundeswehr und Parteistiftungen raus aus der Volksschule Rosenheim-Aising!“ gibt es auch hier zum download

Einladung Bündnistreffen zu Bundeswehr an Rosenheimer Schulen

Liebe Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten,

die Bundeswehr besucht immer wieder verschiedene Schulen in Rosenheim,
zuletzt kurz vor den Sommerferien die FOS/BOS. Zu den Besuchen gab es
immer wieder einzelne Aktionen verschiedener Gruppen und Personen. Um in
Zukunft organisierter und erfolgreicher u.a. gegen das „Werben fürs
Sterben“ an Schulen vorgehen zu können, laden wir zu einem Treffen am
26. September um 19 Uhr ins Z (Innstraße 45 a, Rosenheim) ein.

Natürlich besteht hier auch Raum für weitere Themen.

Auf euer kommen freut sich das

Friedensbündnis Rosenheim

Offener Brief an das Berufsinformationszentrum Rosenheim

Im folgenden dokumentieren wir einen Offenen Brief der Rote Zora Rosenheim und SDAJ Rosenheim an das Berufsinformationszentrum Rosenheim:m

Offener Brief an das Berufsinformationszentrum Rosenheim:

An die Verantwortlichen des BIZ Rosenheim, Rosenheim, den 22.07.12

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben Informationen, dass jeden letzten Donnerstag im Monat ein Bundeswehroffizier Beratungstermine für Jugendliche in Ihrem Gebäude anbietet um für eine Karriere bei der Bundeswehr zu werben.

Doch diese Karriere ist keine „normale“ Karriere, so wie auch die Bundeswehr kein „normaler“ Arbeitgeber ist! Denn bei welche Arbeitgeber muss man schon vor dem Arbeitseinsatz ein Testament vorlegen? Bei welchem Arbeitgeber lernt man schon das Schießen auf Menschen und kehrt traumatisiert bzw. tot von den Arbeitseisätzen zurück?

Die Bundeswehr ist der wichtigste Teil einer BRD, die sich zunehmend als Militärmacht profiliert, sei es durch Waffenexporte in Krisengebiete, durch steigende Aufrüstungsausgaben (31 Milliarden € im Jahr) oder eben durch Bundeswehreinsätze in vielen Teilen der Welt.
Gerade in Afghanistan zeigt sich, was Kriegseinsätze bewirken: Steigende Armutsraten, Vergewaltigung und ein erstarken von Terrororganisationen.

Unserer Meinung nach sollte das Berufsinformationszentrum eine Institution sein, welche jungen Menschen eine Hilfe für ihren (beruflichen) Werdegang ist. Jugendliche sollten unterstützt werden, auch beruflich zu einer freien und friedlichen Gesellschaft beizutragen. Dazu gehört jedoch nicht, Jugendlichen einen Dienst beim Militär schmackhaft zu machen!

Wir fordern Sie daher dringlich dazu auf, ihre Kooperation mit der Bundeswehr zu beenden und die Kommenden Beratungstermine der Bundeswehr abzusagen!
Wir haben antimilitaristische Infostände vor ihrem Gebäude angemeldet, die wir gegebenenfalls auch abhalten werden. Diesen Aufwand würden wir ihnen und auch uns gerne ersparen.

In Hoffnung auf ihr Einlenken und in optimistischer Erwartung auf eine klärende Stellungnahme Ihrerseits,

mit freundlichen Grüßen,
Rote Zora Rosenheim und SDAJ Rosenheim

Protest gegen Bundeswehr an Rosenheimer Schule

Rosenheim. Ein Dutzend Friedensaktivist_innen tat am heutigen Donnerstag, 21.06.12, seinen Unmut über die Bundeswehr vor der Rosenheimer Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) kund. Anlass für die Kundgebung unter dem Motto „WAR STARTS HERE – LET‘S STOP IT HERE! Bundeswehr raus aus den Schulen“ war die Einbindung der Armee in eine „Berufsinformationsmesse“.
„Makaber“ sei das, so Alexander Steigmann für das Friedensbündnis Rosenheim: „Die Bundeswehr ist doch kein Arbeitgeber wie jeder andere. Ich habe noch nie von einer Schreinerlehre gehört, in der ich vor meinem Gesellenstück ein Testament ablegen soll. Soldat_innen müssen das vor dem Auslandseinsatz.“
Viele Soldat_innen kehren zudem traumatisiert aus den Auslandseinsätzen zurück. „Die Bundeswehr stiftet nunmal keinen Frieden, sondern ist zur Kriegsführung bestimmt.“ Dazu gehöre der bewaffnete Kampf ebenso wie das in Kauf nehmen ziviler Opfer, so Steigmann. Auch wer als Ingenieur_in oder in der Verwaltung bei der Bundeswehr arbeitet, beteilige sich indirekt daran.
Vor wenigen Monaten war die FOS/BOS wegen rassistische Prüfungsfragen in die Kritik (vgl. Süddeutsche Zeitung; Rassismus-Debatte an Rosenheimer Schule -Blöde Frage, 02.04.20121) geraten. Und auch Steigmann findet abschließend harsche Worte für die Schulleitung: „Wir sind enttäuscht, dass Herr Frowein die Bundeswehr an seine Schule eingeladen hat, es aber nicht als erforderlich ansah, auf unseren Offenen Brief zu reagieren. Ein Werben fürs Sterben an Rosenheimer Schulen ist für uns ein unerträglicher Zustand. Deshalb haben wir mit einer kurzfristigen Eilkundgebung Schüler_innen kritisch über die Bundeswehr informiert und hoffentlich eine Diskussion angeregt.“

Achtung aktuell: Do 21.06.12 | 7:15 Uhr | Eilkundgebung vor der FOS/BOS Rosenheim

Nachdem morgen (21.06.) die Bundeswehr an die Rosenheimer Fachoberschule/Berufsoberschule (Westerndorfer Straße 45;http://www.fosbos-rosenheim.de/) kommen soll, rufen wir spontan zu einer antimilitaristischen Gegenkundgebung auf. Wir meinen das „Werben fürs Sterben“ darf an Schulen nicht ungestört stattfinden. Kommt deshalb morgen früh um 7:15 Uhr zur Kundgebung unter dem Motto: „WAR STARTS HERE – LET‘S STOP IT HERE! Bundeswehr raus aus den Schulen“

Öffentlicher Brief: Bitte um Ausladung der Bundeswehr FOS/BOS Rosenheim

FOS/BOS
Schulleitung
Herrn OStD Michael Frowein
Westerndorfer Straße 45
83024 Rosenheim
info@fosbos.bnro.de

Öffentlicher Brief: Bitte um Ausladung der Bundeswehr

Sehr geehrter Herr Frowein
Sehr geehrter Herr Kaube
Liebes Lehrer_innen Kollegium
Liebe SMV

im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen heißt es: „Die Schulen haben insbesondere die Aufgabe, zu verantwortlichem Gebrauch der Freiheit, zu Toleranz, friedlicher Gesinnung und Achtung vor anderen Menschen zu erziehen“. Außerdem heißt es im ersten Artikel: „Die Schulen haben den in der Verfassung verankerten Bildungs- und Erziehungsauftrag zu verwirklichen“. Mit Erstaunen mussten wir nun zur Kenntnis nehmen, dass Sie der Bundeswehr am 21.06. im Rahmen des Berufsinformationstags in ihrer Schule eine Werbeveranstaltung gestatten. Im September 2009 bombardierten zwei US-amerikanische Flugzeuge auf Anordnung eines bei Kunduz stationierten Offiziers der Bundeswehr zwei Tanklaster und die in der Nähe befindlichen Menschen. Dabei wurden offiziell 142 Menschen verletzt oder getötet. Darunter waren auch Kinder. Dies ist die bisher größte Anzahl von Opfern bei einem Einsatz der Bundeswehr. Jedoch wurde niemand der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Allein dieser Vorfall zeigt den Widerspruch zwischen dem Erziehungsauftrag zur friedlichen Gesinnung und dem Besuch der Bundeswehr.
Schulen im Visier der Bundeswehr.
Die deutschen Streitkräfte bemühen sich zunehmend Jugendliche als Nachwuchs zu ködern. Insbesondere Schulen geraten vermehrt ins Visier der Bundeswehr. Die Zahl der Anschreiben an Schulen für Karrieretreffs und direkte Besuche mit dem Karrieretruck ist allein im Jahr 2008 um 50 Prozent auf 1762 gestiegen. Seit dem Jahr 2010 ist ein weiterer größerer Anstieg zu erwarten, damit der Aussetzung der Wehrpflicht die Rekrutierungen stark zurückgingen. Die Armee stellt sich hier in Zeiten der Krise und sozialen Unsicherheit als sicherer Arbeitgeber dar, der mit hervorragenden Karrierechancen wirbt – die blutige Realität des Militärdienstes bleibt außen vor.
Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber!
Nicht umsonst muss jeder Soldat und jede Soldatin vor dem Afghanistan-Einsatz das Testament schreiben. Denn seitdem die „Sicherheit Deutschlands“ auch am Hindukusch verteidigt wird (die wirtschaftlichen Interessen werden gerne übergangen) sind innerhalb des 10-jährigen Einsatzes über 50 deutsche Soldat_innen gestorben. Viele haben ihren Auslandseinsatz nicht verkraftet, selbst wenn sie körperlich unversehrt geblieben sind. Ein Drittel der Soldat_innen, die im Ausland Schreckliches gesehen haben oder an Schrecklichem beteiligt waren (was bei einem Kriegseinsatz durchaus „normal“ ist), ist danach nicht mehr dienstfähig und bedarf der psychologischen Hilfe. Weitaus mehr Kriegstote sind allerdings Zivilist_innen. Tausende von ihnen verloren allein in Afghanistan ihr Leben.
Engagement für den Frieden!
Wir appellieren an Ihre Verantwortung gegenüber den Schülerinnen und Schülern: Lassen sie nicht zu, dass die Bundeswehr auf dem Schulgelände der FOS/BOS Rosenheim Propaganda- und Anwerbeveranstaltungen durchführt. Tolerieren Sie keine totbringende Kriegspropaganda auf ihrem Schulgelände. Wir bitten Sie dringlich, die „Berufsinformation“ der Bundeswehr auf Ihrem
Schulgelände ersatzlos abzusagen. Bleiben Sie den Zielen staatlicher Schulen, konsequent für ein friedliches Miteinander einzustehen, verbunden. Zeigen sie, wie andere Schulen wie die Käthe Kollwitz Schule in Offenbach Engagement für den Frieden!

Mit der Hoffnung auf eine schnelle Reaktion und freundlichen Grüßen

gez. Alexander Steigmann

Offener Brief an FOS/BOS Rosenheim als pdf (19.06.12 | pdf )

Mo 09.07. Filmvorführung SIEBEN WITWEN

Mo 09.07. Filmvorführung SIEBEN WITWEN – Autorin und Filmkomponist kommen in das Rosenheimer Z
Am Montag den 09.07.2012 wird im Rosenheimer Z (Innstr. 45a) ab 19:00 Uhr der halbdokumentarische Antikriegsfilm SIEBEN WITWEN vorgeführt. Bei der Filmvorführung sind die Autorin Christa Weber1 und der Filmkomponist Christof Herzog2 anwesend und stehen im anschließenden Filmgespräch für Fragen zur Verfügung. (mehr…)

Ostermarsch Traunstein

Unter dem Motto „ Für Gerechtigkeit und Frieden ­ Gegen Kriegswaffen und Kriegseinsätze !
Für Solidarität – Gegen Ausgrenzung und Fremdenhass !
“ findet am Samstag den 07. April auch 2012 in Traustein wieder ein Ostermarsch statt. Dieser startet um 10 Uhr am Stadtplatz Traunstein.Im Rahmen des Ostermarsches wird es neben Kundgebung, Straßentheater und Friedensgebet auch Musik geben. Als Hauprednerin ist Eva Bulling­Schröter (MdB, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) angekündigt. Desweiteren wird es Redebeiträge der Friedensinitiative Traunstein, Traunreut und Trostberg, der Bunte Aktion Burghausen und von uns (dem Friedensbündnis Rosenheim) geben. Das Friedensbündnis Rosenheim unterstützt die Durchführung des Ostermarsches in Traunstein und dokumentiert an dieser Stelle den Aufruf der Friedensinitiative Traunstein, Traunreut und Trostberg: (mehr…)

Sa 07.04.12 Ostermarsch in Transtein

Am Ostersamstag (Sa, 07.04.12) startet um 10 Uhr am Stadtplatz Traunstein wieder ein Ostermarsch statt. Das Friedensbündnis Rosenheim untersützt die Durchführung des Ostermarsches, weitere Infos folgen.

War starts here – Proteste gegen die Siko

War starts here – Der Krieg beginnt hier – Let´s stop it here!
Einer der Orte, an denen Krieg beginnt, ist die sogenannte Sicherheitskonferenz in München: jedes Jahr treffen sich im Nobelhotel Bayerischer Hof hochrangige Politiker, Generäle und Rüstungsmanager der NATO-Staaten, ihrer Verbündeter und ein paar ihrer Gegenspieler. Die Siko ist kein homogener Planungsstab, manchmal stehen handfeste Konkurrenz oder Streitigkeiten im Mittelpunkt.

Was die Herren und wenigen Damen, mögen sie nun die Bundeswehr, das US-Kriegsministerium oder die Öldiktatur in Quatar vertreten, eint, ist das Setzen auf Rüstung, Krieg und Repression als Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele.

Gemeinsam ist ihnen die Sorge um die Sicherheit von Investitionen, um geostrategische Einflussnahme sowie um die Überwachung von Grenzen. Neben konkreten strategischen Planungen und dem Einfädeln von Rüstungsgeschäften wird durch solche Treffen immer auch das Bild einer unsicheren, bedrohlichen Welt gezeichnet, in der Militär, Polizei, Geheimdienste und Rüstungsindustrien weniger demokratische Kontrolle, dafür aber mehr Mittel für ihre repressive Politik und mehr Unterstützung für ihre kriegerischen Geschäfte brauchen.

Ohne uns! Wir werden unseren Protest gegen Krieg und Militarismus an diesem Wochenende auf die Straße tragen!

Die Waffen für diese Kriege werden auch in München produziert. Zahlreiche Rüstungskonzerne haben hier ihren Sitz. Wir wollen dieses Jahr bei der Großdemonstration gegen die Siko mit Hochtransparenten Rüstungsstandorte benennen und sie damit als Ziele möglichen Widerstands markieren. Mit Schirm(en), Charme und leuchtendem Neon werden wir unsere Abneigung gegen Kriegsgerät – das uns ja bekanntlich brennend interessiert – deutlich machen. Es geht uns darum, praktische Abrüstungsinitiativen kreativ zu präsentieren.

Denn was hier unschädlich gemacht wird, kann woanders keinen Schaden mehr anrichten.
Beteiligt Euch, denkt Euch was aus!

Gegen jeden Krieg!
Für die Aufkündigung des sozialen Friedens mit den herrschenden Verhältnissen weltweit!

Demonstration: Samstag, 04.02.2012; 13 Uhr Stachus Brunnen
Zugtreffpunkt Rosenheim: Bahnhof, 11:15