Archiv für Juli 2012

Offener Brief an das Berufsinformationszentrum Rosenheim

Im folgenden dokumentieren wir einen Offenen Brief der Rote Zora Rosenheim und SDAJ Rosenheim an das Berufsinformationszentrum Rosenheim:m

Offener Brief an das Berufsinformationszentrum Rosenheim:

An die Verantwortlichen des BIZ Rosenheim, Rosenheim, den 22.07.12

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben Informationen, dass jeden letzten Donnerstag im Monat ein Bundeswehroffizier Beratungstermine für Jugendliche in Ihrem Gebäude anbietet um für eine Karriere bei der Bundeswehr zu werben.

Doch diese Karriere ist keine „normale“ Karriere, so wie auch die Bundeswehr kein „normaler“ Arbeitgeber ist! Denn bei welche Arbeitgeber muss man schon vor dem Arbeitseinsatz ein Testament vorlegen? Bei welchem Arbeitgeber lernt man schon das Schießen auf Menschen und kehrt traumatisiert bzw. tot von den Arbeitseisätzen zurück?

Die Bundeswehr ist der wichtigste Teil einer BRD, die sich zunehmend als Militärmacht profiliert, sei es durch Waffenexporte in Krisengebiete, durch steigende Aufrüstungsausgaben (31 Milliarden € im Jahr) oder eben durch Bundeswehreinsätze in vielen Teilen der Welt.
Gerade in Afghanistan zeigt sich, was Kriegseinsätze bewirken: Steigende Armutsraten, Vergewaltigung und ein erstarken von Terrororganisationen.

Unserer Meinung nach sollte das Berufsinformationszentrum eine Institution sein, welche jungen Menschen eine Hilfe für ihren (beruflichen) Werdegang ist. Jugendliche sollten unterstützt werden, auch beruflich zu einer freien und friedlichen Gesellschaft beizutragen. Dazu gehört jedoch nicht, Jugendlichen einen Dienst beim Militär schmackhaft zu machen!

Wir fordern Sie daher dringlich dazu auf, ihre Kooperation mit der Bundeswehr zu beenden und die Kommenden Beratungstermine der Bundeswehr abzusagen!
Wir haben antimilitaristische Infostände vor ihrem Gebäude angemeldet, die wir gegebenenfalls auch abhalten werden. Diesen Aufwand würden wir ihnen und auch uns gerne ersparen.

In Hoffnung auf ihr Einlenken und in optimistischer Erwartung auf eine klärende Stellungnahme Ihrerseits,

mit freundlichen Grüßen,
Rote Zora Rosenheim und SDAJ Rosenheim