Archiv für August 2010

1.September =Antikriegstag

In Deutschland wird alljährlich am 1. September der „Antikriegstag“ begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff Deutschlads auf Polen am 1. September 1939. Die Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. Auf dem Bundeskongreß des DGB 1966 wurde ein Antrag angenommen „…alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.“ In der DDR wurde der 1. September als Weltfriedenstag gefeiert.
In diesem Jahr lädt der DGB München (zusammen mit dem Münchner Friedensbündnis und attac München) unter dem Titel „KRIEG UM DIE KÖPFE“ am Mittwoch den 1. September,um 18:30 Uhr in das Gewerkschaftshaus München, (Ludwig-Koch-Saal, Schwanthalerstr. 64, 80336 München) ein. Dort wird es Impulsreferate von Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung Erlangen) und Bertram Hacker (AK DARMSTÄDTER SIGNAL – Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform) geben, ehe es in der anschließend Diskussion u.a. auch das verstärkte Eindringen der Bundeswehr in die Schulen gehen wird. In dem Flugblatt zur Veranstaltung heißt es

: „Bundeswehr raus aus den Schulen!
Ein wichtiger Punkt für das diesjährige Schwerpunktthema zum Antikriegstag war das Kooperationsabkommen zwischen der
Bundeswehr und dem Freistaat Bayern. Wir lehnen den zunehmenden Einfluss der Bundeswehr auf die inhaltliche Gestaltung
des Unterrichts ab. Die politische Bildung – auch in Fragen der Sicherheitspolitik – ist die Aufgabe der Lehrkräfte. Dies wird ein
wichtiger Punkt in der Diskussion sein.

Den Flyer gibt es hier:

Das Thema Bundeswehr an Schulen wird in Rosenheim im September wieder aktuell, denn von 20-24.09.2010 plant das „Zentren für Nachwuchsgewinnung“ der Bundeswehr einen Schuleinsatz (mit Infomobil) an der Rosenheimer Berufsschule.